Gichenbachs Geschichte ...
1939 bis 1993 | 20. Jahrhundert - Neuzeit 1939 - 1993 |
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| Geschrieben von Willi Vey | |
![]() Pioniere erbauten die Jelna-Brücke in Hintergichenbach, 1943 Einige der Kriegsteilnehmer kehrten erst nach Jahren aus russischer Gefangenschaft heim.
Auch die Nachkriegszeit brachte manche Probleme mit sich. Es waren Bombengeschädigte untergebracht, hinzu kamen dann Flüchtlinge aus dem Sudetenland und dem ostdeutschen Raum, die teils zwangsweise untergebracht werden mussten. Es kam zu manchen Spannungen, aber mit der Zeit beruhigte sich alles. Mit dem Tag der Währungsreform wurden alle mit 40 DM (Deutsche Mark) Kopfgeld finanziell gleichgestellt. Mit Schaffenskraft und Fleiß ging es bald wieder aufwärts, und auch in dem Dörfchen hat sich seit dieser Zeit vieles zum Besseren verändert. So blühte bald das kulturelle Leben wieder auf. Es wurde Thaeater gespielt und das deutsche Liedgut gepflegt. Das kulturelle Leben Gichenbachs wird von 3 Vereinen getragen: von der Sport- und Kulturgemeinschaft, der freiwilligen Feuerwehr und der Kyffhäuserkameradschaft. In den Jahren 1954-1956 wurde unter Bürgermeister Georg Hartmann der Sportplatz gebaut. Von 1962-1968 wurde die sogenannte Flurbereinigung in der Gemeinde durchgeführt. Man baute und befestigte viele Wege neu. Die Bachläufe der Gichenbach und der Schmale wurden an manchen Stellen verlegt. Dadurch bekam die gesamte Flur ein neues Bild. 1963 wurde, duch den Bau der Panzerstrasse (Wildflecken), das Quellgebiet der alten Wasserleitung beschädigt. Es wurde dann von 1966-1968 eine neue Wasserleitung gebaut und die Gemeinden Hettenhausen und Altenfeld schlossen sich an - etwas später auch ein Ortsteil von Schmalnau. Bei der Schulreform 1969 (s.a. Schulgeschichte) wurde die Ortsschule aufgelöst. Die Schulkinder der ersten vier Jahrgänge gehen seitdem in die Grundschule nach Hettenhausen, die Schüler der Hauptschule anfangs nach Weyhers, später nach Gersfeld. Unter Friedrich Maul wurde das Schulgebäude in den Jahren 1973-1974 zu dem Bürgerhaus umgebaut, dazu gehört auch ein Anbau für eine Bühne. Bei der Gebietsreform 1972 gab Gichenbach seine Selbstständigkeit auf und wurde Stadtteil der Stadt Gersfeld. Auf Wunsch einiger Untergichenbacher Bürger, aber gegen den Beschluß der damaligen Gemeindevertretung, wurde die Flur 1 mit 10 Gehöften und 49 Einwohnern der Großgemeinde Ebersburg an den Ortsteil Schmalnau angeschlossen. In Folge der deutschen Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) , am 3. Oktober 1990, lag Gichenbach nicht mehr im Zonenrandgebiet sondern mitten in Deutschland. Die alte Postleitzahl in der Zeit der Bunderepublik Deutschland bis 1993 war 6411. Daraus wurde ab 1993, im Rahmen der Umstellung auf 5 Ziffern die Postleitzahl 36129. |
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