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Auch in diesem Jahr, im März 2008, unterhielt die Theatergruppe Gichenbach mit einer Komödie ihr Publikum bestens und erntete für die darstellerischen Leistungen viel Beifall. Aufgeführt wurde das Lustspiel „Der arme Emil“ von Eduard Kemminger. Es ging um Irrungen und Wirrungen nach einer Wallfahrt und natürlich um die Liebe.
Weinbauer Anton Planer (Hermann Reuß) möchte gerne Bürgermeister werden. Um dieses Ziel zu erreichen, lässt er nichts unversucht. Deshalb unternimmt der Gemeinderat eine Wallfahrt – zur Besinnung, wie es heißt. Die Wallfahrt artet aber in ein arges Besäufnis aus. Als Anton nach Hause kommt, kann er sich an nichts mehr erinnern. Da flattert auch schon ein Brief ins Haus, aus dem Antons Frau (Silvia Quillmann) zu entnehmen glaubt, das ihr Mann in der Stadt eine Freundin hat und diese sogar ein Kind von ihm erwartet. Die vermeintliche Freundin kündigt in einem Telegramm sogar ihr Kommen an.
Erika, das Hausmädchen (Julia Litwin) rät der Bäuerin, einfach Ruhe zu bewahren. Trotzdem wird es jetzt brenzlig für Anton Planer. Er kann sich ja an nichts mehr erinnern: „War da vielleicht doch etwas währende der Wallfahrt?“ Deshalb beauftragt er seinen Freund Emil (Dietmar Grösch), die Dame am Bahnhof abzufangen, was aber misslingt. Unterdessen trifft die vermeintliche Freundin aus der Stadt, Susi (Christina Hartmann), auf dem Hof als erstes auf den Opa (Udo Jordan). Da stellt sich heraus, dass sie einen ganz anderen Anton besuchen will, nämlich Toni (Enrico Baglivi), den Sohn der Planers. Bis aber der Bauer und die Bäuerin dies mitbekommen, kommt es zu manchen kniffligen Situationen, was das Publikum natürlich amüsierte. Auch Antons Freund Emil, der seine Amely (Anita Reuß) bei der Sauftour kennen gelernt hat, bekommt ihre Liebe zu spüren. Sie ist eine Giftnudel und bringt Emil schnell unter den Pantoffel. Was hat die Wallfahrt nun gebracht? Dem Toni seine Susi, wenn auch nach Irrungen und Wirrungen und den Weinbauernhof dazu, denn Anton Planer übergibt ihn an das junge Paar. Der Opa hat seine Freude am Leben wieder gefunden. Anton wird Bürgermeister, und Emil hat seinen Drachen gefunden und einen neuen Namen für sein Hotel: „Der arme Emil“. In einer weiteren Rolle spielte Gerold Maul als Schweinezüchter. Quelle/Originalartikel in der Fuldaer Zeitung von ic |