Der Ruhhof PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Willi Vey   

Auf den Namen Ruhhof (Karte) (448 m über NN) weisen zwei Möglichkeiten aus Erzählungen hin. Zu früheren Zeiten sollen der Hartberg, auf alten Karten Haarberg genannt, sowie der Schmilmenberg kaum bewaldete und nur mit vielen Wacholdern bestandene Hutungen gewesen sein.

Hintergrund: Ruhhof, Vordergrund: Melmenäcker
Hintergrund: Ruhhof, Vordergrund: Melmenäcker

Der Schäfer trieb seine Herde vom Tal auf der sogenannten Trift hinauf auf die Berghuten. Der Name "Trift" wurde noch bis in unsere Zeit verwendet, und der Weg ist heute noch erkennbar an zwei parallel verlaufenden Gräben, die vom Kriegerdenkmal in Richtung "Hohe Geis" führen.
An dieser Trift soll oberhalb des Ruhgrabens eine große Eiche gestanden sein.  Darunter ruhte der Schäfer mit seiner Herde zur Mittagszeit.
Früher führte über den Ruhhof ein Hauptverbindungsweg von Bayern durch den Haderwald hinüber ins Fuldatal. Alte Hohlwege und der Name "Ruhfurt" zeugen davon.
Schwere Fuhrwerke, von Pferden oder Kühen gezogen, mussten vor und nach einem steilen Wegstück ruhen, in unserem Fall an dem sogenannten "Pflaster" und auch oberhalb an der großen Eiche.
Bei schweren Fuhren wurden von den Ruhbauern auch Vorspanndienste geleistet.
Heuernte am Nesselküppel
Heuernte am Nesselküppel

1926 brannten zwei Gehöfte ab und wurden wieder neu aufgebaut.

Fruchternte am Ruhberg
Fruchternte der Familie Jüngert am Ruhberg. Die ganze Familie ist im Einsatz.

1895: 4 Häuser mit 33 Bewohnern

 
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