Gichenbachs Geschichte ...
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| Geschrieben von Willi Vey | |
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Auf Anordnung der Ebersberger wurde die erste Schule für Dalherda, Gichenbach und Altenfeld in Hettenhausen eingerichtet. Dies geschah schon vor dem Dreißigjähirgen Krieg, als man in vielen Gegenden Deustchlands noch nicht an allgemeine Schulen dachte. Der Unterricht fand damals nur im Winter vom 1. November bis 22. Februar statt, weil die Kinder im Sommer als Arbeitskräfte zu Hause gebraucht wurden. Durch Verordnung vom 22. November 1702 wurde dann auch im Sommer unterrichtet. 1650 erwies sich die damalige Schule schon als zu klein, es wurden 220-240 Kinder von nur zwei Lehrern vormittags und nachmittags unterrichtet. Man stelle sich einmal vor, was für Strapazen es für die Kinder waren, im Winter bei Schnee und Dunkelheit mit Holzschuhen den weiten Weg bis zu 5 km zu machen. Von einer Schulgründung in Dalherda wird aber erst 1708 berichtet. In Gichenbach wurde durch die königliche preußische Regierung für die 36 schulpflichtigen Kinder im Jahr 1895 eine eingene Schule gegründet, und zwar durch Anmietung eines Raumes im Hause von Wilhelm Seuring für einen Mietpreis von jährlich 130 Mark. Der Lehrer wohnte im Forsthaus bei Förster Thom, der ihm eine kleine Wohnung für 36 Mark jährlich vermietete. 1897 erwies sich der angemietete Raum wiederum als zu klein, und man mietete den Tanzsaal der Gastwirtschaft Bayer am Gichenbachshof (heutiges Haus von Siegfried Grösch) an. Der Gastwirt vermietete mit der Bedingung, daß der Schulunterricht bei althergebrachten Lustbarkeiten wie Kirchweih, Fastnacht, Kaisers Geburtstag etc. ausfalle. ![]() Beerdigung des langjährigen Lehrers Reeb, 1951 Im Jahr 1899 wurde dann ein Grundstück von 25 Ar für 1.200 Mark von dem Bauer Johann Phillip Vey für den Schulneubau erworben. Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. August 1899, die Einweihung am 16. Oktober 1900. Aus staatlichen Mitteln erhielt die Gemeinde 15.900 Mark Zuschuß. Die damaligen Schülerzahlen bewegten sich 1907 von 40 bis 57 Schülern. Der erste Weltkrieg brachte auch im Schulwesen durch den Einzug aller wehrfähigen Männer, so auch der Lehrer, Veränderungen mit sich. Es wurde ein Jahr lang nicht unterrichtet, bis 1915 der, als Invalide aus dem Krieg zurück gekehrte Lehrer Siebrecht den Schulbetrieb wieder aufnahm. Bei der Schulreform 1969 wurde die Ortsschule aufgelöst. Die Schulkinder der ersten vier Jahrgänge gehen seitdem in die Grundschule nach Hettenhausen, die Schüler der Hauptschule anfangs nach Weyhers, später nach Gersfeld. Unter Friedrich Maul wurde das Schulgebäude in den Jahren 1973-1974 zu dem Bürgerhaus umgebaut, dazu gehört auch ein Anbau für eine Bühne. |
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