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Geschrieben von Willi Vey
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Urkundlich wird der Name Gichenbachs in der Almer Mark (Almers) in einer Verkaufsurkunde zwischen Hans von Hune und Abt. Johann zu Fulde im Jahre 1413 zum ersten mal erwähnt. In Ebersberger Urkunden wird das Jahr 1451 genannt, in weiteren Urkunden und Schriften von 1451 - 1540 ist immer die Rede von Wüstungen, südlich und südöstlich von Hettenhausen gelegen. Warum und zu welcher Zeit genau diese Wüstungen entstanden sind, ist unbekannt. |
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Geschrieben von Willi Vey
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In der Reformationszeit nahmen die Gichenbacher - wie die Herren von Ebersberg, zu deren Herrschaftsbereich sie gehörten - den evangelischen Glauben an. In der Gegenreformation wurde der untere, in Richtung Schmalnau liegende Teil des Dorfes wieder katholisch. 1802 zählte der Ort zum fuldischen Amt Weyhers. Die katholischen Einwohner sind nach Schmalnau, die evangelischen nach Hettenhausen eingepfarrt. |
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Geschrieben von Willi Vey
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Auf Anordnung der Ebersberger wurde die erste Schule für Dalherda, Gichenbach und Altenfeld in Hettenhausen eingerichtet. Dies geschah schon vor dem Dreißigjähirgen Krieg, als man in vielen Gegenden Deustchlands noch nicht an allgemeine Schulen dachte. Der Unterricht fand damals nur im Winter vom 1. November bis 22. Februar statt, weil die Kinder im Sommer als Arbeitskräfte zu Hause gebraucht wurden. Durch Verordnung vom 22. November 1702 wurde dann auch im Sommer unterrichtet. |
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Geschrieben von Willi Vey
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In einer Niederschrift von Valentin Maul während des Krieges Preußen gegen Bayern 1866 können wir folgendes lesen: "An Peter und Paul (29. Juni) ziehen die ersten preußischen Truppen in Gichenbach ein, und ab dem 1. Oktober 1866 hört die Zugehörigkeit zum Königreich Bayern auf. Nun sind wir Preußen." Die großen viereckigen Grenzsteine im Westen und Süden des Gichenbacher Gebietes mit dem Einhieb KB und KP zeigen noch heute die ehemalige Kreis- und Landesgrenze an. |
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Geschrieben von Willi Vey
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1905 baute die Stadt Fulda ihre Wasserleitung durch das Gichenbachtal. Viele Gastarbeiter, vornehmlich Italiener, wurden für die Erdarbeiten eingesetzt. Maschinen gab es hier noch nicht, es wurde alles in Handarbeit ausgeführt. Gefaßt wurde eine Quelle im Rommerser Grund (Weyher) sowie die Pfaffenquelle und der Katzenstollen. Es kam zu Streitigkeiten zwischen der Stadt Fulda und Gichenbach wegen bestehender Wasserrechte. Hierfür erhielt die Gemeinde Gichenbach eine Enschädigungssumme von 18.000 Mark mit der Auflage, dieses Geld zum Bau einer eigenen Wasserleitung zu verwenden.  Blick ins Hintergichenbachtal |
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